BALONIER Dog-Blog 
Wissenswertes rund um den Hund

Wie bringe ich meinem Hund "Platz" bei?

"Platz" gehört neben "Sitz" zu den Kommandos, die im Alltag am häufigsten gebraucht werden. Ob beim Café-Besuch, beim Warten an der Ampel oder einfach, um dem Hund eine klare Anweisung zum Entspannen zu geben: Die liegende Position hat dabei einen Vorteil, den "Sitz" nicht bietet. Ein Hund, der liegt, kann sich körperlich schlechter aufregen oder abrupt losstürmen als einer, der sitzt oder steht. Genau deshalb ist "Platz" auch das Kommando der Wahl in Situationen, in denen es besonders auf Ruhe ankommt.

Wie bei jedem Kommando gilt auch hier: ruhiger, ablenkungsfreier Ort zu Beginn, Training nur, wenn Hund und Halter aufnahmefähig sind, und jede Einheit endet mit einem Erfolgserlebnis statt mit Frust auf beiden Seiten der Leine.

So baust du "Platz" Schritt für Schritt auf

Am einfachsten gelingt der Einstieg aus dem "Sitz" heraus. Nimm das Leckerli so in die Hand, dass du sie anschließend flach ausstrecken kannst. Diese offene Handhaltung wird später zum Sichtzeichen für "Platz".

Führe die Hand jetzt ganz langsam vor der Nase deines Hundes nach unten und leicht nach vorne, egal ob er gerade sitzt oder steht. Der Hund folgt dem Leckerli mit der Nase und legt sich dabei fast von selbst hin. Genau in dem Moment, in dem er sich hinlegt, kommen Lobwort (z. B. "Super", "Fein" etc.) und Leckerli.

Auch hier gilt wie bei allen Übungen: maximal fünf Wiederholungen, dann eine Pause von 3-5 Minuten. Danach den ersten Teil noch einmal wiederholen. Läuft das zuverlässig, folgt wieder eine kurze Pause. Erst jetzt, in der nächsten Runde, sagst du "Platz" genau in dem Moment, in dem der Hund sich hinlegt, und gibst ihm das Leckerli.

Worauf du zusätzlich achten solltest

Ein paar Punkte machen beim "Platz"-Training besonders den Unterschied. Der Hund sollte sich nie gezwungen fühlen: Wer versucht, ihn mit Druck auf Schultern oder Rücken nach unten zu drücken, baut Widerstand statt Vertrauen auf. Die Übung verliert dadurch ihre positive Verknüpfung. Auch der Untergrund spielt eine Rolle: Kalter Steinboden oder nasses Gras machen wenig Lust aufs Hinlegen, eine Decke oder trockene Wiese erleichtern den Einstieg deutlich.

Bleibt der Hund trotz mehrerer geduldiger Versuche stehen oder verweigert das Hinlegen konsequent, kann das auch körperliche Gründe haben, etwa Verspannungen oder beginnende Gelenkprobleme, gerade bei älteren Hunden. Im Zweifel lohnt sich hier vorab ein Blick zum Tierarzt, bevor weitertrainiert wird. Auch bei Welpen gilt: Wenige Minuten pro Einheit reichen völlig aus, mehrmals am Tag wiederholt bringt langfristig mehr als eine lange Trainingsrunde.

Und ein Punkt, der gerne vergessen wird: "Platz" ist erst dann wirklich zuverlässig, wenn der Hund darin liegen bleibt, bis er aktiv wieder freigegeben wird. Dazu mehr im nächsten Beitrag über das Auflösesignal.

Fazit

Mit Geduld, den richtigen Pausen und einer positiven Verknüpfung wird "Platz" schnell zu einem zuverlässigen Kommando im Alltag. Klappt es bei euch noch nicht wie gewünscht? Dann schaut gerne bei uns vorbei. Gemeinsam finden wir heraus, woran es hakt.

Wenn du Fragen rund ums Hundetraining hast, unterstützen wir dich gerne. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was zu euch passt und worauf du im Alltag achten solltest.


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Wir freuen uns auf das Training mit euch!

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