2. Juni 2026
Sommer und Hitze: Das sind die Gefahren für deinen Hund
Sommerliche Temperaturen laden zu langen Spaziergängen, Ausflügen und gemeinsamen Aktivitäten ein. Doch während wir Menschen durch Schwitzen einen Großteil unserer Körperwärme abgeben können, ist das bei Hunden nur sehr eingeschränkt möglich. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich durch Hecheln sowie in geringem Maße über ihre Pfoten. Deshalb können hohe Temperaturen schnell zu einer ernsthaften Belastung werden.
Damit dein Hund gesund durch die warme Jahreszeit kommt, solltest du die wichtigsten Gefahren kennen und wissen, wie du im Notfall richtig handelst.
Warum Hitze für Hunde gefährlich ist
Die normale Körpertemperatur eines Hundes liegt zwischen etwa 38 und 39 Grad Celsius. Steigt die Körpertemperatur durch hohe Außentemperaturen oder körperliche Anstrengung zu stark an, kann der Körper die Wärme irgendwann nicht mehr ausreichend abgeben. Es droht eine Überhitzung bis hin zum lebensgefährlichen Hitzschlag.
Besonders gefährdet sind ältere Hunde, Welpen, Hunde mit dichtem Fell, kurznasige Rassen sowie Hunde mit Herz- oder Atemwegserkrankungen.
Gefahr Nummer 1: Das Auto
Eine der größten Gefahren im Sommer ist das Auto. Bereits bei moderaten Außentemperaturen kann sich der Innenraum innerhalb kurzer Zeit extrem aufheizen. Ein leicht geöffnetes Fenster bietet dabei keinen ausreichenden Schutz.
Doch nicht nur das parkende Auto ist problematisch. Auch während der Fahrt kann es gefährlich werden, wenn keine Klimaanlage vorhanden ist oder der Hund längere Zeit in einem schlecht belüfteten Fahrzeug transportiert wird.
Was tun, wenn ein Hund im parkenden Auto eingeschlossen ist?
Wenn du einen Hund in einem parkenden Fahrzeug entdeckst:
- Versuche zunächst, den Halter ausfindig zu machen, beispielsweise über Geschäfte oder Lautsprecherdurchsagen.
- Beobachte den Zustand des Hundes.
- Informiere umgehend die Polizei oder das Ordnungsamt, wenn der Hund Anzeichen von Überhitzung zeigt oder die Situation kritisch erscheint.
- Befindet sich der Hund in akuter Lebensgefahr, kann ein sofortiges Eingreifen erforderlich sein. Da dabei rechtliche Fragen eine Rolle spielen können, sollte nach Möglichkeit immer zuerst die Polizei verständigt werden.
Wichtig: Warte nicht zu lange. Schon wenige Minuten können über Leben und Tod entscheiden.
Gefahr Nummer 2: Heißer Asphalt
An sonnigen Tagen können sich Asphalt, Pflastersteine oder Sand stark aufheizen. Temperaturen von deutlich über 50 Grad Celsius auf der Bodenoberfläche sind keine Seltenheit.
Für Hunde bedeutet das ein erhebliches Risiko für schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten. Zudem wird durch die Wärme zusätzlich der gesamte Körper belastet.
So schützt du deinen Hund
- Spaziergänge möglichst auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen.
- Schattenreiche Wege bevorzugen.
- Häufige Pausen einlegen.
- Die Handprobe machen: Kannst du deinen Handrücken nicht mehrere Sekunden auf dem Boden halten, ist der Untergrund für deinen Hund zu heiß.
Gefahr Nummer 3: Blaualgen im Wasser
Viele Hunde lieben es, sich im Sommer im Wasser abzukühlen. Allerdings können sich in stehenden oder langsam fließenden Gewässern sogenannte Blaualgen (Cyanobakterien) vermehren.
Einige Arten produzieren Giftstoffe, die für Hunde lebensgefährlich sein können. Bereits das Trinken von belastetem Wasser oder das Ablecken des Fells nach dem Baden kann ausreichen.
Warnzeichen für Blaualgen
- Grünliche oder blaugrüne Schlieren auf dem Wasser
- Trübes Wasser
- Teppichartige Beläge an der Wasseroberfläche oder am Ufer
- Unangenehmer Geruch
Besteht der Verdacht auf Blaualgen, sollte der Hund nicht ins Wasser gelassen werden.
Anzeichen einer Überhitzung
Je früher eine Überhitzung erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf eine schnelle Erholung.
Typische Anzeichen sind:
- Starkes und anhaltendes Hecheln
- Unruhe oder Stressverhalten
- Starker Speichelfluss
- Gerötete Schleimhäute
- Erhöhte Herzfrequenz
- Schwäche oder Taumeln
- Erbrechen oder Durchfall
- Teilnahmslosigkeit
- Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit
Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden.
Erste Hilfe bei Überhitzung
Wenn dein Hund Anzeichen einer Überhitzung zeigt:
1. Sofort aus der Hitze bringen
Bringe den Hund an einen schattigen, kühlen Ort.
2. Langsam kühlen
Kühle den Hund mit kaltem Wasser. Beginne dabei an den Pfoten und Beinen und arbeite dich langsam zum Körper vor.
Wichtig: Keine feuchten Handtücher oder Decken um den Körper wickeln! Das führt zu einem Hitzestau und verschlimmert die Situation.
3. Wasser anbieten
Biete dem Hund frisches Wasser an, zwinge ihn jedoch nicht zum Trinken.
4. Für Luftzirkulation sorgen
Nutze einen Ventilator oder sorge für frische Luft.
5. Tierarzt kontaktieren
Auch wenn sich der Hund scheinbar erholt, sollte er nach einer starken Überhitzung tierärztlich untersucht werden. Innere Schäden können zunächst unbemerkt bleiben.
Fazit
Sommer und Sonne können für Hunde schnell zur Gefahr werden. Besonders das Auto, heißer Asphalt und belastete Gewässer stellen erhebliche Risiken dar. Mit etwas Aufmerksamkeit, angepassten Spazierzeiten und ausreichenden Möglichkeiten zur Abkühlung lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren. Wer die Anzeichen einer Überhitzung kennt und im Ernstfall schnell handelt, kann dazu beitragen, dass der Hund die warme Jahreszeit sicher und gesund genießen kann.
Wenn du Fragen zu Spaziergängen oder Beschäftigung deines Hundes im Sommer hast, melde dich gerne bei uns.
Im kostenlosen Erstgespräch geben wir dir einige Tipps, wie du deinen Hund trotz Hitze gut auslasten kannst, ohne dass die Gefahr einer Überhitzung besteht.
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Wir freuen uns auf euch!
Das Team der BALONIER Dog Academy
